Algen und Seegras

Die vorherrschenden Seegras-Arten sind das grüne Gewöhnliche Seegras – Zostera marina, der braune Blasentang – Fucus vesiculosus und die Braunalge – Pylaiella littoralis. Sie sind maritime Arten, die auf verfügbaren Substraten wachsen und erbringen viele Leistungen für das Ökosystem. Die Wurzeln der Makroalgen dienen als natürlicher Erosionsschutz für das Sediment, außerdem sind die Makroalgen als Futter sowie Brut- und Lebensraum von großer Bedeutung. Matten aus Makroalgen können über weite Strecken schwimmen und sammeln sich an der Wasserlinie an Stränden.

Algen können Nährstoffe aus dem Wasser aufnehmen und dieses so reinigen und Nährstoffe entfernen. Sie können überschüssige Nährstoffe und ungebundene Elemente absorbieren und daher ihre Biomasse schnell vervielfachen. Weltweit tritt übermäßiges Algenwachstum als Zeichen der Eutrophierung auf. Während dieses Prozesses werden große Mengen an Stickstoff (N) und Phosphor (P) aus der Umgebung aufgenommen, in der sich die Algen befinden. Diese Eigenschaft ist hervorragend geeignet, um gezielt überschüssige Nährstoffe aus der Umwelt zu entfernen.

Basierend auf derzeit verwendeten Techniken, wird Seegras (Makroalgen) entlang der Küstenlinie an Stränden (auflandig) und im flachen Wasser nahe der Strände (ablandig) gesammelt. Zunächst wird die Algenbiomasse gesiebt und gewaschen. Das gereinigte Material kann zusammen mit anderen Reststoffen in einer Biogasanlagen oder einer Abwasserbehandlungsanlage mithilfe der sauerstofffreien (anaeroben) Zersetzung (Vergärung) fermentiert werden. Das entstehende Biogas kann genutzt werden, um ein Blockheizkraftwerk anzutreiben oder zu Biomethan veredelt werden. Allerdings können je nach Saison und Region die Schwellenwerte von Schadstoffen überschritten werden. In diesem Fall können andere Verwertungsmöglichkeiten für die organischen Reststoffe gefunden werden.

Seegrasverwertungskette